PV-Fassade mit optimiertem Winterertrag

Les Marécottes (VS)
Bergstation (1'800 m): 66.22 kWp
Talstation (1'100 m): 45.15 kWp
Inbetriebnahme: Dezember 2024

Im Skigebiet Les Marécottes zeigt die Seilbahnstation, wie sich Architektur und Solarenergie wirkungsvoll verbinden lassen. Mehr als 500 m² gebäudeintegrierte Photovoltaikfassaden sorgen für eine zuverlässige Stromproduktion – auch bei schneebedeckten Dächern im Winter. Ein Projekt, das das Potenzial von BIPV in alpinen Regionen eindrücklich unterstreicht.

Die Integration der Photovoltaikfassaden stärkt nicht nur die Energieautarkie der Anlage, sondern wertet gleichzeitig die Architektur gezielt auf. BIPV erweist sich damit als ideale Lösung für Gebäude in alpinen Lagen, in denen klassische Dachanlagen an ihre Grenzen stossen.

Systemdetails

Zum Einsatz kommen 259 Module des Typs Das Solar 430 W (154 an der Bergstation, 105 an der Talstation). Die Energieumwandlung erfolgt über einen SMA Sunny Tripower X 50 sowie zwei SMA Sunny Tripower X 20. Eine Batterie wurde nicht integriert. Die Überwachung erfolgt über ein eigenes System des Verteilnetzbetreibers Genedis. Als Unterkonstruktion kam das System Novotegra zum Einsatz.

Umsetzung

Die Installationsarbeiten starteten im September 2024 an der Talstation und wurden im November an der Bergstation fortgeführt. Die PLanung und Umsetzung erfolgte durch Setelec SA mit einem Team von zwei bis fünf Fachkräften pro Bauphase.

Die Bedingungen vor Ort stellten hohe Anforderungen: Arbeiten an bis zu 30° steilen Hängen mit Seilabsicherung, der Einsatz der Gondel für Materialtransporte sowie tiefe Temperaturen prägten den Projektverlauf. Zusätzlich musste das Gerüst teilweise mehrfach angepasst werden, um die Montage der Solarmodule zu ermöglichen. Gleichzeitig bestand ein enger Zeitrahmen, um die Inbetriebnahme noch vor den Feiertagen sicherzustellen.

  • Optimierte Winterproduktion dank vertikaler Flächen
  • Reduzierung des externen Stromverbrauchs
  • Ästhetische Aufwertung des Gebäudes
  • Nachhaltige Verringerung des CO2-Fussabdrucks

Entscheidend für den Projekterfolg waren die enge Koordination mit dem Verteilnetzbetreiber Genedis für den Netzanschluss sowie die Abstimmung mit der Architekturplanung Alexandre Revaz – REVAZ ARCHITECTES Sàrl. Ergänzt wurde dies durch präzise statische Berechnungen und ein erfahrenes Montageteam, das auch unter anspruchsvollen Bedingungen effizient arbeitete.

Ein Vorbild für die Westschweiz

Dieses Projekt zeigt eindrücklich das Potenzial der gebäudeintegrierten Photovoltaik für touristische, industrielle und öffentliche Infrastrukturen. Solarfassaden sind eine überzeugende Lösung für Gebäude mit klimatischen oder architektonischen Einschränkungen.

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