Rundum-Solarhaus in Aesch
Aesch (LU)
Baujahr: 2025
Fassade: 36 kWp
Dach: 23 kWp
Gartenhaus: 4.3 kWp
Garage: 20.7 kWp
Dieses Einfamilienhaus in Aesch ist weit mehr als ein Wohngebäude. Es ist ein konsequent durchdachtes Energieprojekt, das Nachhaltigkeit und architektonische Präzision verbindet. Entstanden ist ein schönes Zuhause, das zeigt, wie moderne Photovoltaik heute gedacht und clever eingesetzt werden kann.
Vom Solarmodul zur Architektur
Die Stierli Solar AG realisierte in Aesch (LU) ein Einfamilienhaus, bei dem die gesamte Fassade aus Solarmodulen besteht. Der Geschäftsführer André Stierli plante das Projekt in Zusammenarbeit mit Patrick Stauber von Stauber Architekturplanungen. Die Besonderheit dieses Projekts liegt im Ansatz: Nicht die Solaranlage wurde dem Gebäude angepasst, sondern das Gebäude den Solarmodulen. Die Grösse sowie die Anordnung der Fenster wurden im Nachhinein entsprechend auf die Module angepasst. Die speziell angefertigten gewellten Solarpanels produziert der litauische Hersteller Intelligent Solar.
Energie aus allen Himmelsrichtungen
Die Solaranlage erstreckt sich über die gesamte Gebäudehülle. Neben der Fassade mit 36 kWp tragen auch Dach, Garage und Gartenhaus wesentlich zur Gesamtleistung bei. Durch diese konsequente Nutzung aller Flächen erreicht das Gebäude einen Autarkiegrad von bis zu 95 Prozent über das Jahr. Die Bewohner können sich damit grösstenteils selbst mit Energie versorgen.
- Nordfassade: 12 kWp
- Ostfassade: 8 kWp
- Südfassade: 7 kWp
- Westfassade: 8 kWp
Intelligente Verteilung der Solarenergie
Die vier Fronius-Wechselrichter übernehmen die Umwandlung des Stroms und sind jeweils einer Fassadenseite zugeordnet. Die erzeugte Energie wird sowhol für klassische Haushalts-Verbraucher verwendet, als auch für den Antrieb der Wärmepumpe. Diese übernimmt im Winter die Beheizung des Gebäudes und kann im Sommer im Umkehrbetrieb zur Kühlung genutzt werden. Zusätzlich ist ein Regenwassertank in das Gesamtkonzept integriert, der zur nachhaltigen Ressourcennutzung beiträgt.
Ästhtetik trifft Funktion
Die gewellte, satinierte Glasoberfläche der Fassadenmodule erfüllt dabei mehrere Aufgaben gleichzeitig. Sie reduziert Blendungen für die Umgebung, minimiert Reflexionen und trägt zur konstanten Energiegewinnung bei. Gleichzeitig sorgt die matte, gewellte Oberfläche für eine eigenständige architektonische Sprache. Die Solarfassade wirkt nicht wie ein technisches Add-on, sondern als integraler Bestandteil des Gebäudes.